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Cantus_Cölln
Konrad_Junghänel



Preis_der_deutschen
Schallplattenkritik
Choc_du_monde
de_la_musique
































































































































































































Programme
Termine

Madrigalprogramm

(Programminformation siehe untenstehend)

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Das Altbachische Archiv

(Programminformation siehe untenstehend)

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Johann Sebastian Bach

Der Herr denket an uns
BWV 196

Sinfonia aus "Ich geh und suche mit Verlangen"
BWV 49

Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen
BWV 12
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Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus tragicus)
BWV 106

Christ lag in Todes Banden
BWV 4

6 Gesangssolisten/14 Instrumentalisten
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Buxtehude und Bruhns

(Programminformation siehe untenstehend)

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J. S. Bach: h-Moll Messe BWV 232

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Monteverdi: Selva morale e spirituale

(Programminformation siehe untenstehend)

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Freie Termine - Programme auf Anfrage

15. bis 26. September 2006
18. bis 25. Oktober 2006
14. bis 21. November 2006
18. bis 26. Januar 2007
17. bis 25. Februar 2007
18. bis 26. April 2007
07. bis 13. Mai 2007
27. und 28. Mai 2007
05. bis 15. Juni 2007

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PROGRAMMINFORMATION

Kleine Besetzung
(Auswahl)
5 GesangssolistInnen
Konrad Junghänel, Laute und Leitung

Musik am Hofe von Mantua

Werke von Jacques de Werth und Claudio Monteverdi

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O Primavera

Die Fürstenhöfe zu Dresden und Mantua

Madrigale von Heinrich Schütz und Claudio Monteverdi

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Sprüche von Leben und Tod

Geistliche Konzerte und Motetten deutscher Komponisten aus dem 17. Jahrhundert

Werke von Schein, Lechner, Albert, Schütz und Rosenmüller

Leben und Tod lagen im 17. Jahrhundert dichter beisammen als in der heutigen Zeit. Der dreißigjährige Krieg und seine Folgen, die nicht selten ganze Landstriche eintvölkerten, Seuchen und die seit dem Mittelalter kaum weiterentwickelte Medizin trugen entscheidend dazu bei, daß das menschliche Dasein nicht viel mehr Bestand hatte als ein Nebel oder Schatten:

"Sterben und geboren werden/

ist das alte Tun der Welt./

Dieses ist der Brauch der Erde,/

daß sie Ewigs nichts nicht hält./

Was die Zeit vor hat geboren,/

wird mit ihr durch sie verloren"

so formulierte es der Dichter Paul Fleming im Jahre 1635.

Die ständige Präsenz des Todes bestimmte nahezu alle Bereiche des öffentlichen wie privaten Lebens. So verwundert es kaum, daß die Sterblichkeit des Menschen auch in den Künsten das zentrale Thema bildete. Besteht ein Hauptanliegen der Dichtung in der Betonung der Vergänglichkeit alles Irdischen, so könnte man die Musik als dessen Trostquelle bezeichnen. Doch bildet die Ermahnung "memento mori" (Gedenke des Todes) nur einen Aspekt des barocken Weltbilds, der andere, ebenso wichtige und scheinbar mit dem ersteren unvereinbare, lautet "Carpe diem" (fasse den Tag). Diese konträren Begriffe spiegeln die inneren Gegensätze der damaligen Lebens-philosophie und konstituieren gemeinsam den Versuch, der grausamen Realität Herr zu werden. Die in ihnen enthaltene Weitsicht bildet den Hintergrund für die Vokalmusik der Zeit um und nach 1600 und ist selbst in so unterschiedlichen Werken wie den weltlichen Liedern der "Musika-lischen Kürbishütte" Heinrich Alberts und den geistlichen Motetten der "Geistlichen Chormusik" von Heinrich Schütz stets deutlich spürbar.

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Große Besetzung
(Auswahl)

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
Das Altbachische Archiv

Das "Altbachische Archiv" ist eine von Johann Sebastian Bach angelegte Sammlung von Kompositionen seiner Vorfahren, so etwas wie die Bachsche Familienchronik in Musik. Wie es den Leistungen der Elterngeneration oft ergeht so auch hier: Sie interessierte sehr bald niemanden mehr. Carl Friedrich Zelter erst, der Leiter der Berliner Singakademie, ließ J. S. Bach durch die legendäre Wiederaufführung der "MatthäusPassion" unter Felix Mendelssohn Bartholdy mit einem Schlage zum Musik-Heroen aufsteigen. Die Werke der anderen Familienmitglieder wurden als "Kantorenmusik" aber kaum wahrgenommen oder gar erforscht. 1943 war es dazu zu spät. Zur Sicherung vor den Bombenangriffen war das "Altbachische Archiv" als Herzstück des Archivs der Berliner Singakademie aus Berlin in das niederschlesische Schloß Ullersdorf verlagert worden. Die Front ging 1945 darüber hinweg, und unter den chaotischen, später politisch schwierigen Bedingungen war das Archiv verschollen, vielleicht vernichtet. Der deutsche Harvard-Professor Christoph Wolff forschte seit den 70er Jahren in detektivischer Kleinarbeit nach Hinweisen auf das Schicksal der wertvollen Notensammlung. Im Frühjahr 1999 fand er einen: Musikalien unbekannten Ursprungs waren nach dem Zweiten Weltkrieg in das Kiewer Konservatorium gelangt. Im Staatsarchiv von Kiew lagerten tatsächlich, kaum beachtet und doch als "Beutekunst" von ukrainischen KGBBeamten argwöhnisch dem Zugriff entzogen, die Archivbestände der Berliner Singakademie. Erst schwierige diplomatische Kontakte erhärteten die Erkenntnis, die offizielle bestritten, von einer ehemaligen Bibliothekarin privat aber bestätigt worden war - und sie machten es möglich, daß das "Altbachische Archiv" jetzt wieder in Deutschland ist. Heute sind noch etwa zwanzig Vokalwerke erhalten, zu ungefähr gleichen Teilen Motetten, Vokalkonzerte und strophische Arien. Es handelt sich durchweg um Meisterwerke, die die Jahrhunderte hindurch nichts von Ihrer kompositorischen Intensität verloren haben. Die hier vertretenen Komponisten, der Eisenacher Organist Johann Christoph Bach, sein Bruder Johann Michael, deren Vater Heinrich sowie andere Verwandte aus der weitverzweigten Familie, erweisen sich als Musiker ersten Ranges, in deren Reihen sich Johann Sebastian Bach mit seinem eigenen Schaffen einzuordnen gedachte. Es zeichnet sich bereits ab, dass die künftige Verfügbarkeit der singulären Quellensammlung erhebliche Konsequenzen nicht nur für die Erforschung, Edition und Aufführung von Werken der Bach-Familie haben wird, sondern insgesamt für unser Verständnis der Musikgeschichte vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert.

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JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
Motetten und frühe Kantaten

Während die wenigen erhaltenen geistlichen Vokalwerke des jungen Bachs uns in eine Musikwelt führen, die immer noch stark von der variantenreichen musikalischen Ästhetik und Tradition Mitteldeutschlands geprägt ist, hat eine aus Italien kommende stilistische Reform um 1710/20 dazu geführt, daß Bach und seine Zeitgenossen dieser Tradition den Rücken gekehrt haben. Und doch, das ganze kreative Genie des späten Kantors ist bereits ersichtlich, wovon die berühmte Kantate Actus tragicus zeugt (bisher als Gipfel der "frühen" Kantaten bezeichnet) oder die außergewöhnlichen klagenden Elemente in Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen. Gerade durch die Verfolgung der stilistischen Mittel der Vergangenheit schafft es Bach, sie zu überholen bzw. sogar zu übertreffen.

Die Motetten Johann Sebastian Bachs gehören in mancher Hinsicht zu den merkwürdigsten seiner Kompositionen. Zum einen zählen sie zu einer Gattung, die bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts ihren Zenit überschritten hatte und zunehmend ungebräuchlich wurde; sie bilden damit gewissermaßen die retrospektive Krönung einer vergehenden Form. Andererseits sind es gerade die Motetten, die als einzige von Bachs Vokalwerken eine ununterbrochene Aufführungstradition im Repertoire des Thomanerchores aufweisen können und die sich gegenüber den ständig wechselnden musikalischen Moden als erstaunlich resistent erweisen.

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JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
h-Moll Messe BWV 232

Die solistische Besetzung, für die der Name Cantus Cölln steht, soll auch bei der Aufführung der H-Moll-Messe nicht als Dogma verstanden werden, sondern als interpretatorische Alternative. Sie ermöglicht es uns, die kontrapunktisch oft extrem komplizierte Satzweise sehr deutlich zu machen. Es werden Zusammenhänge hörbar, die sonst im allgemeinen Klangrausch untergehen. Bei Sätzen wie zum Beispiel "Et incarnatus" oder "Crucifixus" wird die emotionale Aussage des Einzelnen sehr viel individueller und prägnanter. Zudem entstehen durch die veränderten Verhältnisse neue ungewohnte und überraschende Balancen und Klangfarben.

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CLAUDIO MONTEVERDI (1567-1643)
Vesper in San Marco
Selva Morale e Spirituale

Die Sammlung der Selva Morale e spirtuale erschien 1640 in Venedig, mit einer Widmung an Prinzessin Eleonore von Gonzaga, die Witwe des Kaisers Ferdinand II. von Österreich. Es war die letzte Ehr-bezeugung des ehemaligen Musikdirektors des Hauses Gonzaga an diese mächtige Familie, die Mantua beherrschte und zum Erfolg seines Orfeo beigetragen hatte. Seit der Veröffentlichung seiner Marienvesper 1610 hatte Monteverdi, der 1632 zum Priester geweiht worden war, dem Publikum kein religiöses Werk mehr vorgestellt. Die Selva Morale e spirituale, das letzte noch zu seinen Lebzeiten aufgezeichnete Werk, enthält etwa vierzig Stücke, darunter eine Messe, Messfragmente, Psalmen, Cantica und Motetten. Sie wurden sehr wahrscheinlich für die Messen in der Markuskirche komponiert. Für dieses Konzert hat Konrad Junghänel aus den schönsten Teilen des Zyklus eine imaginäre Vesper zusammengestellt.

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CLAUDIO MONTEVERDI (1567-1643)
Vespro della Beata Vergine

Zum Zeitpunkt des Erscheinens der "Marienvesper" befand sich Monteverdi seit 20 Jahren im Dienst des Herzogs Vincenzo Gonzaga von Mantua; seit neun Jahren waltete er seines Amtes als Kapellmeister am Hofe. Das großartige Werk stellt einen Meilenstein sowohl im Gesamtwerk Monteverdis als auch in der Kirchenmusik des frühen 17. Jahrunderts dar.

Die "Marienvesper" besteht aus fünf Psalmvertonungen, dazwischen kleinformatige Motetten, die vielleicht als Antiphon-Ersatz gedacht waren, nebst einem Introitus, einer Sonate, einem Hymnus und zwei Magnificats. Monteverdi trachtete mit diesem Werk eindeutig nach der Anerkennung seiner progressiven Zeitgenossen, mit ihrem Hang zu prächtiger Kirchenmusik für virtuose Sänger und Instrumentalisten.

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JOHANN ROSENMÜLLER (1619-1684)
Marienvesper

Venezianischer Triumph eines Deutschen im Exil

Nachdem er der deutsche "Alpha&Omega Musicorum" gewesen war, schaffte es Rosenmüller 1655 aus den sächsischen Gefängnissen zu fliehen, wo er wegen eines Verstosses gegen die Moral eingesperrt gewesen war....Kurzer Zeit später begann er ein neues Leben in der Stadt der Dogen und wurde zu einem der großen Komponisten seiner Zeit. Dominiert durch ein 621 Takte langes Dixit Dominus reihen sich diese prächtigen Marienvespern in die venezianische Tradition, die durch Monteverdi und Cavalli zu großem Ruhm gekommen ist, ein.

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