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Stuttgarter Kammerorchester
Ltg.: Michael Hofstetter
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Das Stuttgarter Kammerorchester ist das älteste Ensemble seiner Art und nimmt seit seiner Gründung im Jahr 1945 einen herausragenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein. Seit September 2006 leitet der weltweit gefragte Dirigent Michael Hofstetter als Chefdirigent das Stuttgarter Kammerorchester. Unter Karl Münchinger, seinem Gründer und langjährigen Leiter, begann das Ensemble eine völlig neue und beispielhafte Art der Interpretation der Werke Johann Sebastian Bachs und entwickelte und pflegte das Repertoire der Wiener Klassik. Damit wurde das Orchester zum Wegbereiter der historischen Aufführungspraxis. Erste Schallplattenaufnahmen gehen auf das Jahr 1948 zurück und sind Zeitzeichen der Begründung einer der erfolgreichsten Orchesterbiografien im jungen Nachkriegsdeutschland.

Mit der Förderung von zeitgenössischer Musik, aber auch durch höchste Qualität des Klangkörpers in Konzerten auf internationalen Podien sowie auf Tonträgern genießt das Stuttgarter Kammerorchester internationale Anerkennung. Im Jahr 2004 wurde die langjährige Zusammenarbeit mit dem Label ECM fortgesetzt und die umfangreiche Diskografie des Orchesters um eine stark beachtete Einspielung mit Werken von Igor Strawinsky unter der Leitung von Dennis Russell Davies erweitert. Seit einigen Jahren gibt das Kammerorchester auch Konzerte unter Leitung seines Konzertmeisters Benjamin Hudson, vorzugsweise mit barocken Werken und kammermusikalischem Repertoire. Viele erfolgreiche Auslandstourneen (China, Japan, Korea, Südamerika) fanden und finden in dieser Formation statt.

Seit September 2006 ist Michael Hofstetter Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters. Der gebürtige Münchner, der seine Karriere an den Theatern von Wiesbaden (Kapellmeister) und Gießen (Generalmusikdirektor) begann, hat sich in den letzten Jahren als einer der meistgefragten jungen Dirigenten etabliert. Namentlich als Barockspezialist und Experte für authentische Aufführungspraxis machte er sich vor allem mit Opern wie Händels "Alcina" und "Giulio Cesare in Egitto" (in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Herbert Wernicke) einen Namen. Doch sein vielseitiges Repertoire reicht weiter: Als er im Jahr 2000 die Neuproduktion von Wagners "Tristan und Isolde" am Opernhaus Dortmund leitete, wurde er bei der jährlichen Kritiker-Umfrage der Fachzeitschrift "Opernwelt" gleich mehrfach zum "Dirigenten des Jahres" nominiert. Sein Faible und Engagement für die Operette wurden mit der Robert-Stolz-Medaille gewürdigt.

Michael Hofstetter war Professor für Orchesterleitung und Alte Musik an der Johannes Gutenberg- Universität in Mainz. Seit 2005 ist er parallel zu seiner Arbeit mit dem Stuttgarter Kammerorchester Chefdirigent von Chor und Orchester bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen.